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Auch wenn die Dreikäsehochs mit Euphorie losflitzen, sollte man von großen Touren absehen. „Kinder mit Spielrädern können keine Radausflüge mit den Eltern machen. Dazu sind die Rädchen nicht konzipiert. Die Ergonomie und die Übersetzung machen es dem Kind unmöglich, längere Strecken am Stück zu fahren. So etwas endet nicht selten im Familienstreit“, weiß Prof. Dr. Volker Briese, Experte für Verkehrspädagogik beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC). „Sind Kinder alleine unterwegs, so rasten sie spielerisch immer wieder, um sich von der Anstrengung und der noch ungewohnten Haltung zu erholen.“
Die richtige Tourenlänge
Mit Kleinstkindern auf Rad oder Laufrad ist an einen Radausflug deshalb kaum zu denken, eher schon an eine gemächliche Umrundung des Wohnviertels. Die Lösung für ausgedehntere Ausflüge: Die Kinder werden im Kindertransporter mitgenommen. Und es werden öfter Zwischenstopps eingelegt, in denen die Kleinen sich austoben können.
Ideale Kombination: Laufrad & Kindertransporter
Praktisch sind Kinderanhänger, die sich in den Pausen als Buggy nutzen lassen. Die meisten Kinder lieben das „rollende Zuhause“. Vorausgesetzt, es ist reichlich ausgestattet – mit Spielzeug, Kuscheltieren und Schlafutensilien. „Wichtig für Eltern ist auch, den Sitz dem Kind exakt anzupassen“, sagt Andreas Gehlen vom Kindertransportspezialisten Zwei plus Zwei. Sein Tipp: Sitze und Gurte schon am Vortag der Tour anpassen, denn dann kann es morgens ohne Umschweife sofort losgehen. Das gilt natürlich auch fürs Aufpumpen der Reifen und fürs Ölen der Kette. Eine ideale Kombination sind Laufräder und Kindertransporter. Die Kleinen beginnen die Tour auf ihrem eigenen Laufrad. Sobald Müdigkeit oder Quengelei drohen, wird das Laufrad ohne Federlesen und mit wenig Aufwand hinten am Kinderanhänger aufgehängt, und der Steppke macht es sich in seiner Kutsche bequem. Und in den Radelpausen flitzt er wieder mit dem Laufrad los ...
Spaßfaktor für alle: Pause
Das verlangt sorgsame Planung: „Planen Sie reichlich Pausen ein“, rät Andreas Gehlen. Und: Nicht stur ein Ziel ansteuern und nach kurzer Rast wieder zurück gen Heimat. Besser ist eine Rundfahrt mit mehreren kleinen Stopps. So lassen sich Abkürzungen für schlechtes Wetter oder schlechte Stimmung einplanen. Wählen Sie Ziele, die auch den Kleinsten etwas bieten: ein Spielplatz, ein Bachlauf oder schlicht eine große Wiese zum Bolzen. Das Faszinierende am Radelausflug: Die Geschwindigkeit bestimmt man selbst. Das Tempo bietet die richtige Mischung aus zügigem Fortkommen und ausreichender Langsamkeit, um auch Details wahrzunehmen – und zu verarbeiten. Das gilt besonders für die Kleinen: Denn Kinder sind nie einfach von A nach B unterwegs. Kinderwege sind Erlebnis-, Erfahrungs-, Lern- und Sozialisationswege. Kinder lernen durch Fortbewegung räumliches Vorstellungsvermögen, kognitive Bilder der Umwelt, Wahrnehmung von Entfernung, Zeit, Geschwindigkeit, Gefahrenwahrnehmung, Psychomotorik und soziale Kompetenzen. Das gilt auch, wenn Kinder gefahren werden – so lange die Reisegeschwindigkeit ihrer Aufnahmefähigkeit entspricht. Da ist der Kinderanhänger besser als jedes Automobil.
Auch Oma und Opa können mit!
Es gibt wenige Freizeitbeschäftigungen, die drei Generationen gleichermaßen begeistern können. Gemeinsame Radausflüge gehören dazu. Schließlich können Oma und Opa ebenfalls Rad fahren und sind mit dem Tempo der Kleinsten nicht überfordert. Auch sie genießen die frische Luft und die Natur und freuen sich über die Abwechslung. br>
Für sie gibt es auch die idealen Fahrzeuge: zum Beispiel E-Bikes.
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