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20.05.2010 | 16:41 h

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Heiko Halbauer

 
 
 

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Sportbrillen – Mit Sicherheit gute Sicht

So schön es ist, sich mit der Sonne im Gesicht den Wind um die Ohren wehen zu lassen – beim Sport können die Elemente schnell die Sicht stören und so das Verletzungsrisiko erhöhen.


Wer sich bei Wind und Wetter ans Ruder setzt oder aufs Mountainbike schwingt, sollte daher ein auf Sportart und Träger angepasstes “Nasenfahrrad“ dabei haben. Eine qualitativ hochwertige Sportbrille gehört ebenso selbstverständlich zur Schutzausrüstung wie Helm oder Gelenkschützer.

Schutzschild für die Augen

Um einen optimalen Schutz bei schwierigen Wetterbedingungen zu gewährleisten, sind Sportbrillen besonders geformt. So wirken sie wie ein Schutzschild gegen Wind, Wasser und UV-Strahlen. Gleichzeitig sollten sie ebenso fest „im Sattel sitzen“ wie ihre Träger. Für einen rutschfesten Sitz sorgen noppenartige Grip-Systeme sowie verstellbare Nasenauflagen. Um Verletzungen am Auge etwa bei Stürzen oder kleinen Steinschlägen zu vermeiden, muss die Fassung flexibel und die Gläser aus bruchsicherem Kunststoff sein. Eine normale Brille, wie sie zum Arbeiten oder in der Freizeit getragen wird, ist daher für den Sport eher ungeeignet.


Besondere Anforderungen

Die spezielle Form der Fassung stellt besondere Anforderungen an die Brillengläser. Dr. Gernot Jendrusch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sportmedizin der Ruhr-­Universität Bochum und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport (ASiS) erklärt: „Aufgrund der starken Wölbung der Gläser können bei qualitativ minderwertigen Sportbrillen Unschärfen auftreten, sodass die Sehleistung beispielsweise an den Randbereichen eingeschränkt ist. Dies kann gerade bei temporeichen Sportarten zu gefährlichen Situationen führen. Eine gute Sportbrille bietet Rundumschutz vor Umwelteinflüssen ohne die Sehleistung zu beeinträchtigen.“  


Für jeden Sport die richtige Brille

Die Anschaffung einer Sportbrille sollte sowohl auf die Sportart, als auch auf die individuellen Sehanforderungen abgestimmt sein. Dies gilt auch für den richtigen Farbfilter: So wirken orangefarbene Brillengläser kontraststeigernd. Mit ihnen lassen sich z.B. beim Mountainbiken Unebenheiten des Untergrunds frühzeitig erkennen. Blaue Gläser empfehlen sich vor allem für Wasser- oder Strandsport.  Sie absorbieren sehr viel Licht und schützen so vor Blendung bei starker Sonneneinstrahlung. Polarisierende Gläser vermindern zusätzlich die Lichtreflexe von spiegelnden Oberflächen. Für sportliche Allrounder bieten sich Clip-In-Modelle an, bei denen die Gläser je nach Bedarf ausgetauscht werden können.

Einstärken- als auch mit Gleitsichtgläsern

Sportbrillen in den verschiedenen Variationen gibt es für Träger von Korrektionsbrillen sowohl mit Einstärken- als auch mit Gleitsichtgläsern. Sportler, deren Sehstärke sich oft ändert, brauchen dabei nicht jedes Mal zu einer neuen Brille zu greifen. Für diesen Fall gibt es spezielle Austauschsysteme, bei denen die Korrekturgläser hinter das Schutzglas der Sportbrille geklemmt werden. Ändert sich die Sehleistung, werden lediglich die Korrekturgläser ausgetauscht. 

Für Sportbegeisterte gilt also: Wer die Wahl hat, hat die Qual und lässt sich am besten vom Fachmann beraten.

(Quelle: PM - Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS))

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