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20.07.2008 | 11:05 h

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Recherche aR / Pressedienst Fahrrad - Gunnar Fehlau

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Test & Technik

 

Schalternative: Die richtige Schaltung für jeden Radler

(20.07.08/hh) Auf dem Fahrradmarkt existieren derzeit drei verschiedene Schaltungsvarianten: Nabenschaltungen, Kettenschaltungen und die Kombination aus beiden Arten, so genannte Hybridschaltungen.

 


Eine Kettenschaltung scheint auf den ersten Blick eine ziemlich simple Sache zu sein, ihr grundlegendes Prinzip hat sich in den letzten 50 Jahren nicht geändert: Die Kette wird mit Hilfe des hinteren Schaltwerks auf verschieden große Zahnkränze (Ritzel) gelegt beziehungsweise zwischen zwei oder drei Kettenblättern hin und her bewegt. »Inzwischen geschieht dies durch Drehgriffe oder gerasterte Hebel am Lenker, die man nur noch antippen muss«, erklärt Dirk Belling vom US-Schaltungshersteller Sram (www.sram.com). Doch es dauerte Jahrzehnte, bis die von aktuellen Systemen gewohnte Geschmeidigkeit und Schaltpräzision erreicht war. Die Entwicklung von speziellen Zahnprofilen, die der Kette den Wechsel von einem Ritzel aufs nächste erleichtern, begann bereits vor gut 20 Jahren und ist gerade erst abgeschlossen.


War früher ein Zehngangrad mit fünf Ritzeln an der Hinterradnabe das Höchste der Gefühle, passen heute bis zu zehn Ritzel ans (Renn-) Rad. Mountainbikes und Trekkingräder verfügen über einen Neunfach-Zahnkranz, dazu kommen in der Regel drei Kettenblätter am Tretlager, ....


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..... womit die Zahl der Gänge rein rechnerisch 27 beträgt. »Von diesen sind aber mehrere annähernd gleich groß übersetzt, sie ,überschneiden‘ sich, wie der Fachmann sagt«, führt Belling aus. Dazu kommen zwei bis vier Gänge, die man wegen zu starken Kettenschräglaufs nicht benutzen kann – bleiben wirklich nutzbare 16 Gangstufen.


Für den Massenmarkt bietet sich die Kettenschaltung als preisgünstige Lösung an. Radsportler wiederum schätzen das geringe Gewicht hochwertiger Schaltsysteme, ihre Robustheit und die Möglichkeit, die Übersetzung auf ihre Bedürfnisse abzustimmen. Denn Ritzelpakete gibt es in allen erdenklichen Kranzabstufungen. Rennräder werden ausschließlich mit Kettenschaltungen ausgestattet, ebenso (bis auf ganz wenige Ausnahmen) Mountainbikes und Trekkingräder.


Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten: »Wartungsbedarf und Verschleiß einer Kettenschaltung sind ein Thema, über das man beim Fahrradkauf nachdenken sollte«, mahnt Dirk Belling von Sram. »Für Räder, die im Alltag und auf Touren ohne große Steigungen genutzt werden, empfehlen wir den Einsatz einer Nabenschaltung.« Die freiliegende Antriebstechnik der Kettenschaltung muss regelmäßig gereinigt und geschmiert werden; sorgfältige Justage ist wichtig, etwa um zu vermeiden, dass die Kette vom Kettenblatt abgeworfen wird – und der Radfahrer ins Leere tritt.


Neubeginn der Nabenschaltung
Ihren bekanntesten Ahnen haben die Nabenschaltungen in der über 100 Jahre alten legendären Torpedo-Dreigang-Schaltung von Fichtel & Sachs aus Schweinfurt. 1997 wurde die Fahrradsparte von Sachs durch Sram (www.sram.com) übernommen und im Sinne des Gründers fortgeführt: Die aktuellste Schaltnabe, genannt »i-Motion 9«, arbeitet immer noch nach dem gleichen technischen Prinzip des Planetengetriebes und stellt neun Gänge zur Verfügung. Natürlich in Varianten mit oder ohne Rücktrittbremse, denn: „»mmer mehr sportliche Radfahrer steigen auf ein Alltags- und Trimmrad mit Nabenschaltung um, wollen aber den von der Kettenschaltung gewohnten Freilauf sowie die Handbremsen nicht missen«, erklärt Mario Moeschler, Marketingleiter des Fahrradherstellers Winora (www.winora.de). Im Gegensatz zur Kettenschaltung kann man bei der Schaltnabe im Stand die Gänge wechseln, was etwa beim Stop & Go in der Stadt hilfreich ist.

(Quelle: (#. 4204))

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