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„Sowohl bei den Männern als auch bei Frauen und U23 haben wir gute Mannschaften am Start und wollen in allen drei Klassen um die Medaillen mitfahren“, ist BDR-Leistungssportdirektor Burckhard Bremer optimistisch.
Zumal es bei der WM im eigenen Land „etwas besonderes ist, eine Medaille zu erringen.“ Bremer lässt dabei Olympia 2008 nicht aus den Augen: „In Richtung Peking wäre es wichtig, im internationalen Vergleich auch im Straßenradsport ein Zeichen zu setzen.“ Apropos Peking: In Stuttgart würde in den Zeitfahren eine Platzierung unter den besten Fünfzehn (Männer) oder Zehn (Frauen) dem BDR einen zweiten Startplatz bei Olympia garantieren.
Am Mittwoch beginnen die Welttitelkämpfe in Stuttgart mit den Einzelzeitfahren der Männer U23 und der Elite Frauen, einen Tag später ermitteln die Elite Männer ihren Weltmeister im Kampf gegen die Uhr. Dort treten Sebastian Lang und Bert Grabsch mit berechtigten Hoffnungen auf eine gute Platzierung an.
Im Straßenrennen der Männer wird das neunköpfige BDR-Aufgebot vom württembergischen Lokalmatador Stefan Schumacher und Erik Zabel angeführt. Damit bieten sich dem BDR bei den zweiten Weltmeisterschaften in Stuttgart nach 1991 (Straße und Bahn) taktische Varianten für den Rennverlauf. Zumal die deutsche Mannschaft mit Jens Voigt über einen weiteren WM-Starter verfügt, der wie Fabian Wegmann dem Rennen seinen Stempel aufdrücken kann. Der amtierende U23-Weltmeister Gerald Ciolek zählt ebenso zum Aufgebot für das Straßenrennen wie Marcus Burghardt, Christian Knees, David Kopp und Ronny Scholz.
Auf den Spuren von Gerald Ciolek, der im vergangenen Jahr den Titel der Espoirs in Salzburg gewann, wandeln fünf starke BDR-Nachwuchsfahrer. Angeführt wird die U23-Mannschaft von Alexander Gottfried, der über die meiste Erfahrung verfügt. Tony Martin überzeugte als Gesamtzweiter und Träger des Gelben Trikots der Tour de l´Avenir, zudem sind Mathias Belka, Simon Geschke und Dominic Klemme für Bundestrainer Bernd Dittert erste Wahl. Im Einzelzeitfahren der U23 ist der zweifache Junioren-Weltmeister Marcel Kittel gesetzt. Den zweiten Startplatz nimmt Stefan Schäfer ein.
Bei den Frauen werden Charlotte Becker und Hanka Kupfernagel die deutschen Farben im Zeitfahren vertreten. Kupfernagel könnte dabei nicht nur im Zeitfahren für eine Medaille sorgen - die Chancen der mehrfachen Weltmeisterin stehen auch im Straßenrennen nicht schlecht. Neben Kupfernagel zählt dort auch Judith Arndt zu den deutschen Medaillenhoffnungen. Wenn die Chance einer ihrer fünf Mitstreiterinnen jedoch größer ist, würde Arndt verzichten. „Unser großes Plus ist, dass wir mehrere Optionen spielen können und uns dem Rennverlauf anpassen können“, so Arndt. Bundestrainer Jochen Dornbusch nominierte für den schweren Kurs in Stuttgart mit der Deutschen Meisterin Luise Keller und ihrer Vorgängerin Claudia Häusler zwei starke Bergfahrerinnen, auf Sprinterinnen wie Ex-Weltmeisterin Regina Schleicher oder Ina-Yoko Teutenberg verzichtete er dagegen.
19,12 km lang ist der Rundkurs, auf dem in diesem Jahr die Straßen-WM entschieden wird. Die Männer müssen 14, die U23 neun und die Frauen sieben Runden absolvieren. Beim Einzelzeitfahren stehen 38,1 (U23), 25,1 (Frauen) und 44,9 km (Männer) auf dem Programm.
Das BDR-Aufgebot für die WM
Delegationsleitung:
Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer
Mitglied UCI-Direktions-Komitee:
Fritz Ramseier
Offizielle Delegierte:
Harald Pfab, stellv. Präsident
Martin Wolf, Generalsekretär
Teamleitung:
Burckhard Bremer, Leistungssportdirektor
Udo Sprenger, Vize-Präsident Vertragssport
Presse:
Frank Baer (Radsport/RennRad), Christina Kapp (Radsport/RennRad)
Trainer/Sportliche Leitung:
Hans-Michael Holczer, Jan Schaffrath (Elite Männer), Jochen Dornbusch, Petra Rossner (Elite Frauen), Bernd Dittert, Patrick Moster (U23 Männer)
Diagnose-Trainer:
Dr.
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