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02.12.2007 | 08:00 h

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aR Recherche/Süddeutsche.de

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Einfach öfter Radfahren - Tipps zur Klima-Rettung

(02.12.07/df) Diverse Klimakonferenzen sind vorüber - wiedermal wurden viele wichtigen Entscheidungen vertagt. Also müssen wir ran: Jeder einzelne kann einen Beitrag leisten, um etwas gegen den Klimawandel zu tun. Umweltschützer hätten da einige praktische Ideen ...

Wer Rad fährt tut nicht nur was für sich, sondern auch was für die Umwelt. Hier zu radeln ist jedenfalls besser als mit dem Auto entlangzudüsen

Doch was kann der einzelne Mensch tun, um seinen ganz persönlichen Beitrag zu leisten bei dem Versuch, den Klimawandel zu bremsen? sueddeutsche.de hat dazu eine Reihe von Organisationen und Institutionen befragt, die sich im Bereich Umweltschutz/Klimagerechtigkeit engagieren.



Während sich die Politiker und viele Wissenschaftler noch darüber Streiten, was zu tun sei, herrscht unter deutschen Umweltschützern große Einigkeit. Ein erster Schritt wäre demnach ein Umstieg beim Stromanbieter.



So rät Jürgen Maier vom Forum Umwelt & Entwicklung, „den Bezug von extrem klimaschädlichem Kohlestrom bei RWE, Eon, Vattenfall & Co zu kündigen und zu einem Ökostromanbieter wechseln. Ein paar Mausklicks genügen.“



Das bestätigt auch Dietmar Oeliger vom Naturschutzbund Deutschland (NABU): „Jeder kann sofort auf einen alternativen Stromproduzenten umsteigen und Kohlekraftwerken die rote Karte zeigen.“ Beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht man das laut Norbert Franck genauso.



Dadurch, so fügt auch Jörn Ehlers vom WWF Deutschland hinzu, würde nicht nur das Klima geschützt. „Zugleich gibt man dadurch auch ein Signal an Wirtschaft und Politik.



Und noch bevor man den Stromanbieter wechselt, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, selbst Energie zu sparen. So legt Angela Hanisch allen Bürgern das Motto des Klima-Bündnisses ans Herz:

„Einfach mal abschalten.“

„Jedes Grad niedrigere Raumtemperatur reduziert die Heizkosten um sechs Prozent“, erklärt Hanisch. Richtig sparen könnte man also bereits, wenn man auf die kuschelige Strickjacke setzt, statt auf die bullernde Heizung. Andere Einsparmöglichkeiten bieten Abschalten sollte man auch nicht benötigte elektrische Geräte. „Zwei Großkraftwerke laufen nur, um den Stand-by-Verbrauch deutscher Elektrogeräte zu decken.“



Und wer sich in Zukunft ein neues Gerät kauft, sollte einfach mal darauf achten, ob es nicht auch energiesparende Alternativen gibt, rät Helmut Röscheisen vom Deutschen Naturschutzring (DNR).



Mit dem Öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit

Große Einigkeit herrscht auch darin, dass sehr viel sehr schnell erreicht werden könnte, wenn die Bürger auf unnötige Fahrten mit dem Auto oder Flugreisen verzichten.



Zahlen der UN-Klimarahmenkonferenz belegen, dass der Verkehr seit 1990 erheblich zugenommen hat, berichtet Gesine Wolfinger von Brot für die Welt. Doch „gerade „der Verkehr ist der Sektor, auf dem jede(r) Einzelne einen großen Beitrag leisten kann.“



Dabei könnte man einfach „morgens das Auto stehen lassen und mit Bus, Bahn oder Rad zur Arbeit fahren“, schlägt Ute Bertrand von Robin Wood vor. „Die sind nicht nur in jedem Fall klimaschonender, sondern auch schneller und billiger“, ergänzt Dietmar Oeliger.



Überhaupt gibt es beim Autoverkehr viel Einspar-Potential: „Noch immer ist die Hälfte aller in Deutschland mit dem Auto zurückgelegten Wege kürzer als sechs Kilometer“, stellt Daniel Kluge vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) fest.



Wer aber auf jeden Fall fahren muss oder will, sollte „beim nächsten Autokauf wenigstens Spritfresser, die viel CO2 ausstoßen, links liegen lassen“, fordert Norbert Franck vom BUND. „Hier gibt es gewaltige Unterschiede selbst innerhalb der gleichen Fahrzeugklasse“, stimmt Oeliger zu. „Da ein Auto in der Regel über viele Jahre gefahren wird, zahlt es sich auch finanziell schnell aus, ein Sprit sparendes Modell zu wählen.“



Verzicht auf Flugreisen


Große Bedeutung kommt nach Einschätzung aller Organisationen Flugreisen zu. Hier „kann jeder einzelne besonders viel zum Schutz des Klimas beitragen“, erklärt Ralf Willinger von Germanwatch.

(Quelle: (#. 2090))

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